
Lösungen
Warum wir über weitere Massnahmen sprechen
Der Japankäfer stellt eine Herausforderung dar, die vermutlich nicht durch eine einzelne Massnahme gelöst werden kann.
Deshalb setzen wir uns für die Prüfung eines umfassenderen Massnahmenpakets ein.


Höherer Rasenschnitt
Kurze Rasenflächen können für die Eiablage besonders attraktiv sein.
Ein höherer Rasenschnitt könnte dazu beitragen, die Attraktivität von Rasenflächen für den Japankäfer zu reduzieren und gleichzeitig die Austrocknung des Rasens zu verringern. Halme ab 10 cm erschweren dem Käfer die Ablage nachhaltig.
Nematoden gegen Larven
Nematoden sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die bestimmte Schädlinge im Boden biologisch bekämpfen können.
Sie werden bereits erfolgreich gegen verschiedene Bodenschädlinge eingesetzt und könnten als ergänzende Massnahme geprüft werden.
Sie können von jedermann einfach mit der Giesskanne im August/September ausgebracht werden. Anschliessend muss die Fläche zwei Wochen feucht gehalten werden, damit die Würmchen die Larven befallen können. Das kann nun wirklich jeder und es wirkt.


Natürliche Fressfeinde fördern
Verschiedene Vogelarten und weitere natürliche Gegenspieler können dazu beitragen, die Population des Japankäfers zu reduzieren.
Die Förderung solcher natürlichen Mechanismen sollte Teil einer umfassenden Strategie sein.
Birdlife Schweiz weist darauf hin, dass Nistkästen für Stare und andere Vögel durchaus helfen können, schön singende Fressfeinde anzusiedeln. Allein würden sie den Käfern sicher nicht Herr, aber es würde auf jeden Fall helfen.
Lokale Risikoanalyse
Nicht jede Fläche weist das gleiche Risiko auf.
Eine stärkere Differenzierung nach tatsächlicher Befallslage könnte helfen, Massnahmen gezielter und verhältnismässiger einzusetzen.


Kombination statt Einzellösung
Wir sind überzeugt, dass die Bekämpfung des Japankäfers mehrere Ansätze kombinieren sollte.
Statt sich auf eine einzelne Massnahme zu konzentrieren, sollten sämtliche verfügbaren Möglichkeiten geprüft, verglichen und dort eingesetzt werden, wo sie den grössten Nutzen erzielen.
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Denn hier erklären wir Ihnen, wie der Kanton und der Bund das Thema wie eine heisse Kartoffel hin- und herschieben. Dass sich niemand verantwortlich fühlt, dass nicht so viel Wissen vorhanden ist.
Sie werden staunen - und deshalb ist es wichtig, dass wir die Entscheider motivieren, dass wir es nun richtig machen. Oder gar nicht.

